HanseYachts
Neues aus Greifswald: Hanse 325, Hanse 355
Greifswald (SP) Hanse hat neue Segelyachten auf Kiel gelegt: Die neuen HANSE-Modelle 325 und 355 sind nach Unternehmensangaben konsequente Weiterentwicklungen der erfolgreichen 320 und 350. Besonders auffällig ist die Einrichtung mit einer vollkommen neuen Yachtmöbel-Gestaltung. Geschwungene und gewölbte Formen mit einer hochwertigen Haptik kennt man sonst
nur von teuren One-Off-Luxusyachten. Sie sorgen vor allem für ein erweitertes Raumgefühl.
Die Kajütaufbauten wirken jetzt flacher und eleganter. Sicken, Radien und Knicke wurden entschärft. Auch die Cockpitsülls wurden niedriger. Vollkommen neu gestaltet wurden die Bodengruppen und die Innenverkleidungen. Die Riggabmessungen sowie Kiel und Ruder wurden nicht geändert. Immerhin sind sie verantwortlich für die hohe Stabilität, gute und sichere Segel- und
Manövriereigenschaften und die hervorragende Geschwindigkeit bei einfacher Bedienung.
Markante Konstruktions- und Formänderungen für das Modelljahr 2010/2011 Hanse 325/355
Decks und Bodengruppen sowie Innenschalen wurden überarbeitet
Der Kajütaufbau wirkt optisch niedriger
Die Fensterfront wurde neu gestaltet
Die Cockpitsülls sind jetzt niedriger, die Spiegel wurden neu gestaltet
Die Wantpüttings liegen bei beiden Modellen jetzt außen
Discontinuous Rigging ist Standard
Merkmale der 325/355 Modelljahr 2010/2011
„Yachtmöbel-Design mit gewölbten Oberflächen wie auf One-Off-Yachten der Luxusklasse“
„Klare, geradlinige Interieur-Gestaltung sorgt für ein erweitertes Raumgefühl“
„Neue Interieur-Farbe Ohio-Cherry“
Modell-Änderungen Hanse 325
Radsteuerung jetzt Serie
Tiefe Backskiste an Backbord
Größere und tiefer liegende Badeplattform
Modell Änderungen Hanse 355
Neu gestaltetes Heck mit integrierter, leicht begehbarer Badeplattform
Tiefe Backskiste an Bockbord (Zwei-Kabinen-Layout)
Nasszelle achtern bei Zwei- und Dreikabinen Version
Hanse West: neuer Showroom in Freienohl
Freienohl (SP) Am Samstag, 5. Dezember 2009, eröffnet Dirk Neukirchen, Chef von Hansevertrieb West GmbH & Co. KG (Hanse West, West Yachting B.V.) einen weiteren Showroom - diesmal in Freienohl (Sauerland, NRW) auf dem Gelände von Dehler Yachts GmbH. Beim Tag der offenen Tür, 10 bis 18 Uhr, können Beispiele aus der gesamten Vertriebspalette von Hanse West und HanseYachts besichtigt werden. Gezeigt werden auf 1000 Quadratmetern unter anderem: Hanse 320, Hanse 400, Dehler 29, Dehler 35 sowie Boote von Moody und Fjord.
Adresse des Showrooms von Hansevertrieb West:
Im Langel 22, 59872 Meschede-Freienohl
Erweitert wurde inzwischen das Auslieferungszentrum mit Showroom in Workum am Ijsselmeer (Holland). "Dort ist jetzt eine perfekte Infrastruktur für die Auslieferung einer neuen Yacht vorhanden. Natürlich können unsere Kunden ihr neues Boot auch in Greifswald übernehmen", so Dirk Neukirchen. Neben Workum betreibt er auch ein Verkaufsbüro in Willemstadt in Südholland (Lantaarndijk 8b, NL-4797 SP Willemstad).
Infos: www.hansevertrieb-west.de, www.hanseyachts.de, www.dehler.com
Dehler-Übernahme durch HanseYachts perfekt
Dehler Yachts endgültig unter dem Dach der HanseYachts AG
Greifswald (SP) Die Vertragsverhandlungen zur Übernahme der Marke „Dehler" sowie deren Betriebsvermögen im sauerländischen Freienohl (NRW) sind erfolgreich abgeschlossen. Mit der Übernahme von Dehler konnte eine der traditionsreichsten und innovativsten deutschen Yachtwerften sowie eine Vielzahl von Arbeitsplätzen gerettet werden, teilte HanseYachts mit.
Gegründet wurde das Unternehmen 1963 durch die Brüder Willi und Heinz Dehler. Man baute zunächst die kleine Pfeil S-Jolle. Bei Auslauf der Produktion wurden rund 400 Stück verkauft. Später entwickelte Willi Dehler das Erfolgsmodell Varianta mit Kielschwert und abnehmbarem Kajütdach (verkauft: 4250 Stück). Früher als andere Yachtbauer erkannte Dehler die Bedeutung von GFK im Serienbootsbau und die Verwendung qualitativ hochwertigster Materialien. Es war der Beginn einer erfolgreichen deutschen Unternehmensgeschichte.
Als Marke unter dem Dach der Greifswalder HanseYachts AG (Hanse, Fjord, Moody) wird nun Dehler eigenständig weiterbetrieben.
HanseYachts AG wird den Yachtbaubetrieb sehr zeitnah wieder aufnehmen. Man wird in Freienohl den Bau kleiner und moderner Küstenkreuzer zwischen 18 und 34 Fuß Länge (5,50 bis 10,50 Meter) in den Mittelpunkt stellen.
Aus der bestehenden Dehler-Linie werden die erfolgreichen Performance-Cruiser Dehler 34 (Design Simonis/Voogd) und Dehler 39 (Design Judel/Vrolijk & Co) vorerst im Sauerland weitergebaut. Die Herstellung größere Yachttypen wie der Simonis/Voogd-Designs Dehler 44 und Dehler 60 wird aufgrund der im Sauerland eingeschränkten Produktionskapazitäten in die größeren Anlagen nach Greifswald ausgelagert.
Als neuer Dehler-Geschäftsführer wurde Ralf Tapken (47) bestellt, der in der Wassersport-Branche über einen hervorragenden Namen verfügt. Tapken war zuvor für die dänische Yachtwerft X-Yachts und beim Elektronik-Zubehörlieferant Simrad in leitender Position beschäftigt.
„Lazy Uno“ gewinnt Hanse-Wanderpokal
Die Sieger des Hanse Cup 2009 auf dem Ijsselmeer.
Kampf um Wanderpokal von Hansevertrieb West
Workum / NL (SP) Bernd Krähling aus Lippstadt ersegelte im Rahmen des DYC-Cups auf dem Ijsselmeer den Titel der besten Hanse Yacht und gewann damit den Wanderpokal, der von Hanse Vertrieb West gestellt wird. Gleich im ersten Rennen zeigte die „Lazy Uno“, welches Potenzial in ihr steckt und ging als erste Yacht über die Ziellien. Bei Winden zwischen 5 und 6 Beaufort hatten alle Mannschaften hart zu kämpfen. Im zweiten Lauf wurde die ehrgeizige Mannschaft um Bernd Krähling Zweite und somit punktgleich mit der "Seebär 3", einer 40-Fuß-Yacht. Am Samstag bei leichten, drehenden Winden wurde Krähling 6. und beendet damit die Serie knapp mit einem Punkt Rückstand auf Platz zwei der Yardstick Gruppe.
Klaus Reffelmann kam mit seiner Hanse 320 „Nixe“ auf Platz acht und Martin Heikaus mit seiner Hanse 430 „ÜberFluss“ auf Platz neun.
Als nächstes startet die „Lazy Uno“ bei der Pott Regatta im September vor Enkhuizen. Die Hanse 350R „lot.jonn…“ musste die Teilnahme an der ORC I Gruppe aus gesundheitlichen Gründen des Skippers absagen. Nächster Start ist bei der Delta Week in Zeeland vom 3. bis zum 5. Juli.
Neu: Mit der Hanse 350 R auf Regatta-Kurs
Workum (SP) Mit einer Hanse 350 R geht der Ratinger Regattasegler Dirk Neukirchen für den Düsseldorfer Yacht Club (DYC) wieder auf Regatta-Kurs. Mit seiner "lot.jonn... hat er gleich zu Beginn der Saison 2009 tüchtig abgeräumt. Mehr
HanseYachts nimmt Kurs auf Dehler
Greifswald (SP) Die HanseYachts AG teilte am heutigen 30. April mit, am heutigen Tage vom vorläufigen Gläubigerausschuss der insolventen Dehler Deutschland GmbH den Zuschlag für den Erwerb der Traditionsmarke Dehler bekommen zu haben.
Vor mehr als 45 Jahren baute der Yachtkonstrukteur Willi Dehler nicht nur die damals größte Yachtwerft Deutschlands auf, sondern er verwirklichte auch Innovationen bei der Konstruktion und Ausrüstung von Segelyachten, die so revolutionär waren, dass sie bis heute Bestand haben. Sein Verdienst ist es auch, mit der Marke Dehler den Segelsport bezahlbar gemacht zu haben und einem breiten Publikum zu öffnen.
"In der heutigen Zeit ist es sehr schwierig, eine Produktion mit höchsten Ansprüchen an Qualität und Ausstattung, als Nischenproduzent aufrecht zu erhalten", so Hanseyachts. Unter der Führung der HanseYachts Gruppe habe die Marke Dehler die Möglichkeit, auf Einkaufs- und Fertigungsvorteile eines Volumenherstellers zurückzugreifen. Am Standort in Meschede-Freienohl, Sauerland, ist geplant, die Produktion der Dehler-Yachten mittlerer Größe wieder aufzunehmen. Größere Yachten werden in einer eigenen Produktionsanlage in Greifswald gefertigt.
Ein weiteres Ziel der Umstrukturierungsmaßnahmen soll es sein, den Standort Freienohl zum Ausstellungs- und Servicecenter auszubauen. Die verkehrsgünstige geographische Lage bietet sich an, Deutschlands erstes Zentrum rund um den Wassersport zu kreieren mit einer permanenten Ausstellung unterschiedlichster Segel- und Motoryachten, Versicherungen und Finanzierungen von Yachten, Herstellern von Wassersportzubehör, Segelmachern und weiteren Betrieben, spezialisiert auf den Wassersport. Durch dieses Gesamtkonzept sollen zahlreiche neue Arbeitsplätze geschaffen werden.
Infos: www.hanseyachts.com
Die Erfolgsstory von HanseYachts
Der Urknall heißt HANSE 291. Dieses Boot machte als Preishammer einen Riesenlärm. Wie bei einem Urknall eben. Es war im Sommer 1993. Eine ganze Werft in Greifswald war arbeitslos. In Schweden saß ein Konstrukteur mit Namensrechten und einer Form: „Aphrodite 291" hieß das gute Stück. Carl Baier, der Konstrukteur, verkaufte sie an Michael Schmidt.
Jetzt kam es drauf an. Zusammen mit dem schwedischen Bootsbaumeister Bent Elgaard startete die Werft durch. Nach vier Wochen stand die HANSE 291 auf der „hanseboot", als Preishammer. Für 44.444 Deutsche Mark. Über der Yacht hing ein riesiger Hammer, damit auch schon von weitem klar war, dass sich an diesem Messestand etwas ganz besonderes abspielte. Die HANSE 291 bot die Basics einer Segelyacht: gute Segeleigenschaften, Hilfsmotor, Kojen, Pantry, Pump-WC. Damit traf sie die Segler mitten ins Herz. Michael Schmidt schrieb 30 Verträge.
Die nächste HANSE entwickelte er aus der Finngulf 33: Rigg gekürzt, Interieur verändert und nach vielen anderen kleinen Modifikationen war die HANSE 331 geboren. Der Hammer auf der „hanseboot" im Jahre 1994. Von nun an hieß das Motto „Evolution statt Revolution", denn die HANSE 291 entwickelte sich durch Erfahrungen der Eigner und der Werft zur HANSE 292 und 301.
Trotz aller guter Ideen: Bei den HANSE-Yachten heißt die erste Quelle Greifswald. Seit 1361 bauen die Greifswalder Schiffe, zu Beginn Hansekoggen, weil Greifswald zur Hanse gehörte. Klug wie sie waren, bauten die Greifswalder ihre Schiffe mit einem gehörigen Respekt vor der See. Die ist und bleibt immer gefährlich. Über alle politischen und wirtschaftlichen Veränderungen hinweg fließt diese Tradition direkt in die HANSE-Yachten; denn die HANSE-Werft entstand aus der ehemaligen Boots-und Reparaturwerft Greifswald. Die hatte ihren Ursprung in der Buchholzschen Werft, der letzten großen Greifswalder Werft für Holzschiffe.
Zu den Quellen der HANSE-Yachten gehören auch hochmoderne Entwicklungen. Die entstanden in Wedel an der Elbe. Es war im Jahre 1981. Die Zeiten waren im Umbruch; denn Michael Schmidt mußte der insolventen Schwarzwerft ein neues Gesicht geben. Sie hatte Motoryachten gebaut. Ihre Zukunft sollten schnelle Segelyachten werden.
Rolf Vrolijk, heute der Designer des America’s Cup-Siegers „Alinghi" und damit wohl weltweit erfolgreichster Yachtkonstrukteur, backte damals noch kleine Kiele. Der Auftrag, zusammen mit Wilfried Reiners ein von der Düsseldorfer Messe gesponsertes Boot für den Admiral’s Cup zu entwickeln und in Wedel zu bauen, zeigte weiter in die Zukunft, als alle damals dachten.
Der Admiral’s Cup, das war nicht irgendeine Regatta, das war die inoffizielle Weltmeisterschaft der Hochseeyachten. Die „Düsselboot" G-2929 baute die Wedeler Werft so modern wie keine andere Yacht ihrer Zeit. Die Epoxy-Konstruktion segelte mit 7/8-Rigg, war federleicht und schnell: ein Durchbruch für die Regattaszene der Hochseeyachten.
Es gehört einiges dazu, in einer einzigen Regattaserie gleich zweimal den Mast zu brechen. Es gehört noch mehr dazu, den Schaden über Nacht zu reparieren und dann mit dem geschäfteten Mast noch auf den dritten Platz zu segeln. Es war die „Düsselboot", die damals havarierte, und es war Michael Schmidt, der damals mit der Crew über Nacht die Yacht reparierte und dem deutschen Team den dritten Platz im Admiral’s Cup rettete. Auch diese Erfahrungen speisen die Quellen der HANSE-Yachten von HanseYachts.

