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Yachtmotor winterfest machen

Wie man den Yachtdiesel winterfest macht

Ältere Zwei-Zylinder-Volvo-Penta-Maschine mit einem Einkreis-Kühlsystem in einer Bavaria 30. Wichtig ist ausreichendes Frostschutzmittel im Kühlkreislauf.

Einwintern des Diesel-Motors

„yachtcare-basics“ führt den Skipper sicher durch die Bootsaison. Alles was wichtig ist – das beinhaltet die Sicherheit an Bord genauso wie die richtigen Bootspflege einschließlich Reparaturtipps – ist in dem Nachschlagewerk aufgeführt.

Einwintern des Diesel-Motors und des Außenborders

Diesel-Einbaumaschine

1. Motoröl- und Ölfilterwechsel


Motoröl und Ölfilter sollten nach 150 Betriebsstunden oder mindestens einmal im Jahr ersetzt werden. Verwenden Sie das vom Motorhersteller empfohlene Öl. Ein Ölfilter beseitigt Schmutz- und Rußpartikel im Öl und beugt unnötige Abnutzung vor.

Praxis: Der Ölwechsel erfolgt am besten, solange sich das Boot im Wasser befindet. Der Motor muss warm gelaufen sein, dann pumpt man das gesamte Öl mit einer Absaugpumpe durch das Rohr des Ölpeilstabs in ein Gefäß ab. Erst dann den Ölfilter auswechseln. Vorsicht: aus dem Filter kann Öl tropfen. Filter und Öl müssen speziell entsorgt werden.

Nach dem Einsetzen des Ölpeilstabs und des neuen Filters kann die vorgeschriebene Ölmenge in den Motor gefüllt werden. Danach sollte man den Motor noch einmal starten.

2. Winterkonservierung von Motoren mit Einkreiskühlung

Die Konservierung durch Frostschutzmittel verhindert Frostschäden im Motor.
Die Winterkonservierung erfolgt bei warm gelaufenem Motor. Nach der Konservierung darf er nicht noch einmal gestartet werden.

Praxis: Als erstes muss das Kühlwasserventil geschlossen werden, wenn sich das Boot noch im Wasser befindet. Dann wird der Schlauch vom Kühlwasserventil direkt am Ventil gelöst und in einen Eimer voller Frostschutzmittel gesteckt. Ist der Schlauch zu kurz, kann ein speziell abgemessenes Schlauchstück direkt an das Pumpengehäuse des Impellers befestigt und von dort in den Eimer geführt werden. Die Frostschutzflüssigkeit nur mit soviel Wasser verdünnen, dass sie noch bei 20 Grad minus wirkt. Als nächstes wird der Motor gestartet und so lange laufen gelassen, bis das Frostschutzmittel aus dem Kühlwasseraustritt fließt. Nicht vergessen: Der Kühlwasserschlauch muss wieder mit möglichst zwei Schlauchschellen am Kühlwasserventil befestigt werden.

Zwei wichtige Anmerkungen von René Haar von Haar Yacht und Motorenservice, Flensburg:

1. Die Frostschutzkonzentration sollte für einen optimalen
Korrosions- und Frostschutz bis minus 40° Celsius reichen.

2. Beim Spülen von Einkreiskühlanlagen muss man solange warten, bis der Thermostat öffnet, oder man lässt vorher das Kühlwasser ab.


3. Winterkonservierung von Motoren mit einem geschlossenen Kühlkreis

Kontrollieren Sie mit einem Glykoltester, ob das Frischwassersystem noch ausreichend Frostschutzmittel enthält. Füllen Sie bei Bedarf Frostschutzmittel nach. Das Frostschutzmittel sollte grundsätzlich jedes zweite Jahr ausgewechselt werden.

4. Impellerkontrolle

Der Impeller pumpt das Kühlwasser durch den Motor. Der Impeller sollte mindestens alle zwei Jahre nach der Motorbetriebsanleitung ersetzt werden. Es empfiehlt sich, den Impeller während des Winters auszubauen. Beim Wiedereinbau im Frühling ist in der Regel eine neue Dichtung für das Pumpengehäuse notwendig.

5. Kühlwasser- und Abgasschläuche

Gummi wird mit der Zeit porös. Die Schläuche sollten deshalb regelmäßig auf Beschädigungen hin überprüft werden. Durch undichte Kühlwasserschläuche kann Wasser ins Boot dringen, durch undichte Abgasschläuche gefährliche Abgase. Schwachstellen sind oftmals Schlauchschellen. Sie sollten nachreguliert werden.

6. Keilriemen

Die Keilriemen treiben die Lichtmaschine und die Kühlwasserpumpe an. Sie haben eine wichtige Bedeutung und müssen häufig kontrolliert werden. Sind sie am Rand ausgefranst oder haben Risse, sind sie auszuwechseln. Es sollte stets ein Ersatzkeilriemen an Bord sein. Wie der Keilriemen zu spannen ist, kann der Betriebsanleitung des Motors entnommen werden.

7. Volltanken
Füllen Sie den Dieseltank für das Winterlager voll. So wird Schwitzwasserbildung im Tank verhindert.

8. Luftfilterkontrolle

Wenn der Motor mit einem austauschbaren Luftfilterelement bestückt ist, sollte er einmal im Jahr ausgewechselt werden. Wenn sich bei der Kontrolle herausstellt, dass der Dauerfilter verschmutzt ist, muss er ausgebaut und mit Benzin gereinigt werden.

9. Batterien

Die Batterien sollten möglichst vollgeladen sein, wenn das Boot ins Winterlager kommt. Wenn die Möglichkeit besteht, die Batterien dort einige Male aufzuladen, können sie nicht nur im Boot bleiben, es ist auch nicht nötig die Kabelschuhe von den Kontakten zu entfernen. Es sollte kontrolliert werden, ob nach Betätigung des Hauptschalters Kriechstrom fließt. Dann die Kabel von der Batterie entfernen.

10. Lüften

Sorgen Sie dafür, dass der Bootsmotor während des Überwinterns gut belüftet wird. Entfernen Sie die Motorbekleidung und lassen Sie Luken und Türen offen stehen, damit sich kein Schwitzwasser oder Schimmel bilden kann.

Außenbordmotor winterfest machen

1. Motor gründlich mit Frischwasser spülen.
2. Danach mit Frostschutz durchspülen.
3. Motorölwechsel nach Anleitung des Handbuches.
4. Die alten Zündkerzen rausschrauben und mit Konservierungsöl besprühen und wieder einschrauben. Im nächsten Frühjahr den Motor erst mit den alten Kerzen starten und das Konservierungsöl abbrennen lassen. Danach (bei wieder kaltem Motor) die Zündkerzen wechseln.
5. In den AB-Tank Benzinstabilisator einfüllen.
6. Jetzt den Motor senkrecht lagern und voll tanken.

Diese Tipps zum Winterfest machen von Schiffsdieselmotoren und Außenbordern stammen aus einem Kapitel aus dem Buch „yachtcare-basics“ – Skipperwissen kompakt, Format 148 x 105 mm, 68 Seiten, alle Seiten schutzlaminiert, Spiralbindung, ISBN 3-934919-05-7, Mareteam International, VK 18,90 EUR, im Buchhandel oder bei www.mediamaritim.de/shop

Quelle: Premiumspresse/Mediamaritim


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