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Video: von Lemmer nach Delfzijl

Bootsurlaub: neuer Friesland-Führer erschienen

Woudsend in Friesland (NL). Die meisten Wasserstraße führen durch idyllsiche Städte und Dörfer.

Bielefeld (SP) Mittlerweile in der sechsten, überarbeiteten Auflage in 2017 neu erschienen: Der Törnführer von Manfred Fenzl "Friesland - Zwischen Ems und IJsselmeer - Mit Twenterevier und Route durch das Veen" ist auch für Hochseesegler nützlich, die an der Nordseeküste zwischen Holland und Deutschland unterwegs sind. Oft zwingt raues Wetter die Segler zu unfreiwilligen Hafentagen. Eine Alternative ist die Stehende Mastroute / Staande Mastroute, die von Delfziijl an der Emsmündung bis nach Lemmer am IJseelmeer oder nach Harlingen am holländischen Wattenmeer führt. Auch von Lauwersoog kann man in die friesischen Kanäle fahren.

Der Törnführer Friesland bietet mit sehr detailreichen Grafiken der Streckenabschnitte und vielen touristischen Hinweisen für lohnenswerte Stopps eigentlich alles, was man für die Fahrt mit Segelbooten und Motorbooten benötigt. Es gehört zur Standardausrüstung für Charterer in diesem einmaligen Binnenrevier.

Der Törnführer Friesland bietet eigentlich alles, was man für die Fahrt mit Segelbooten und Motorbooten benötigt. Zwar wird auch auf die offiziellen Karten verwiesen, aber eigentlich reicht neben dem ANWB-Watersportalmanak, Teil I, auch Fenzls Friesland-Buch. Es enthält alle wichtigen nautischen Infos wie beispielsweise Wegerecht, UKW-Funk-Vorschriften (ATIS) und vorgeschriebene Ausrüstung an Bord.

Eine Stärke von Manfred Fenzl, Friesland - Zwischen Ems und IJsselmeer, sind die präzisen Karten. Übersichtskarten helfen bei der Orientierung und Streckenplanung, ganzseitige Detailkarten gibt es von sinnvollen Streckenabschnitten mit Wassertiefen, Bootstankstellen, Brückenhöhen, UKW-Kanälen, Schleusen und Marinas. Reich bebilderte touristische Hinweise machen Lust auf viele Zwischenstopps in diesem einzigartigen Wassersportrevier Friesland.

Mit einem Wasserstraßennetz von rund 1300 Kilometer Länge und mehr als 30 Seen sowie Erholungsgebieten ist die Provinz Friesland tatsächlich ein einmaliges Wassersportrevier. Die gezeitenfreien Wasserwege sowie die großen und kleinen Seen bieten für längere Sommertörns ebenso wie für einen Kurzurlaub vielfältige Möglichkeiten. Liegeplätze findet man in der Natur oder in einem der zahlreichen Marinas und Yachthäfen, in denen viele Freizeitangebote und eine freundliche Atmosphäre zum Bleiben verlocken. Oft kann man auch inmitten der kleinen historischen Hafen- und Handelsstädte sowie pittoresken Fischerdörfer mit ihren wunderschön restaurierten Häusern festmachen und die Hektik des Alltags vergessen. Mal eben kurz vor einem Café oder einer Kneipe festmachen für kopje koffie en appelgebak: Wo gibt es das sonst? In "Manfred Fenzl, Friesland - Zwischen Ems und IJsselmeer - Mit Route durch das Veen", gibt es viele Hinweise für lohnenswerte Stops.

So kommen auch die vielen Häfen und Anlegestellen auf den unzähligen friesischen Seen wie Lauwersmeer, Fluessen, Heegermeer, Slotermeer, Morra, Zwartemeer, Beulakerwijde und Giethornse Meer, um nur einige wenige Beispiele zu nennen, nicht zu kurz. "Friesland - ZwischenEms und IJsselmeer" ist der perfekte Törnführer für die Gewässer zwischen Delfzijl, Harlingen, Lemmer, Urk, Kampen und Zwolle. Selbst die Anfahrtswege aus Deutschland via Dortmund-Ems-Kanal, Ems-Jade-Kanal, Rhein und ab Cuxhaven sind kurz beschrieben.

Neu aufgenommen ist das Twente-Revier, die Route durch das Veen (vom Haren-Rütenbrock-Kanal bis Meppel) und die Fahrt vom Winschoter Diep zum Stadskanaal.

Gebundene Ausgabe: 232 Seiten
Verlag: Edition Maritim; Auflage: 6., aktualisierte Auflage (10. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3667109512
ISBN-13: 978-3667109514
Größe und/oder Gewicht: 18,2 x 2,2 x 24,5 cm

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Stavoren: Haupttor nach Friesland

Die Johan-Frisosluis in Stavoren ist neben Lemmer das Haupt-Einfallstor vom Ijsselmeer zu den friesischen Seen via Johan-Frisokanaal. So leer wie hier ist es in der Saison allerdings selten bis nie: Die Schleuse ist längst an ihre Kapaziäten gelangt. Bis 2013 soll sie ausgebaut werden.

Video: Friesland

Alles über Friesland

Idyllische Grachten durchziehen die Hafenstadt Harlingen.

Seen, Teiche, Kanäle und Wassergräben und das größte, geschlossene Binnengewässer Europas: Manchmal scheint es, als ob Friesland nur aus Wasser bestünde. Aber es gibt noch mehr zu entdecken. Grüne Wälder, saftige Weiden und breite Strände sind weitere Gesichter der nördlichen Provinz und machen die Landschaft zu einem Paradies für Radfahrer und Wanderer. Wassersportler brauchen nicht lange suchen, für sie gibt es auf dem Ijsselmeer, der Nordsee und den zahlreichen Binnenseen Möglichkeiten zur Genüge. Nicht umsonst ist die Provinz bei Touristen sehr beliebt. Darüber hinaus verhilft die Elf-Städte-Tour Friesland zu großer Bekanntheit.

Die friesische Landschaft
Die abwechslungsreiche Natur und die urtümliche friesische Kultur sorgen für ein breites Freizeit- und Erholungsangebot. Der Nordosten Frieslands grenzt an das Wattenmeer, das auf der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes steht. 1969 wurde ein Teil der Nordsee durch den Bau eines Deiches zum Binnensee: Heute ist das Lauwersmeer ein Nationalpark und gibt dem Nordosten den Beinamen Lauwersland. Die Landschaft eignet sich besonders für Wander- und Radtouren oder für Aktivitäten auf dem Wasser. In den malerischen Dörfchen herrscht eine ruhige Atmosphäre.

Der Nordwesten hingegen wird von zahlreichen Kanälen, Seen und Wasserstraßen geprägt. Hier finden Touristen alte Städtchen und weite Felder, die zum Rad- und Bootfahren oder Spazieren einladen. In Südostfriesland zeigt die Provinz ein anderes Gesicht: Kleine Dörfer verstecken sich in Wäldern, parkartigen Landschaften, Heidefeldern, Mooren und Torffeldern. Kulturbegeisterte können interessante Museen entdecken, Naturliebhaber erfreuen sich an unberührt wirkenden Waldseen.

Zwischen dem Ijsselmeer, den waldreichen Ebenen von Gaasterland und sanft abfallenden Weiden liegt Südwestfriesland. Jahrhundertealte Buchen säumen Wander- und Radwege. Eine besonders schöne Route ist dabei die Aldfars Erfroute, ein historischer Rundweg durch Frieslands Erbe. Die Provinz bietet ihren Einwohnern und Besuchern vier öffentlich zugängliche Nationalparks: Lauwersmeer, Schiermonnikoog, Drents-Friese Wold und Alde Faenen.

Die friesische Sprache
Friesland besitzt zwei offizielle Sprachen: Niederländisch und Friesisch. Die Friesen sind stolz auf ihre eigene Sprache: 74 Prozent der ansässigen Bevölkerung beherrscht und benutzt sie. Friesisch ist bereits über 1.500 Jahre alt und auch durch den niederländischen Staat als zweite Landessprache anerkannt.

Fierljeppen und Skûtsjesilen
Wassersportlern bietet Friesland nicht nur ausgezeichnete Reviere, sondern auch farbenfrohe Veranstaltungen. So treten beim jährlichen „Skûtsjesilen" auf den friesischen Seen 14 Tage lang friesische Segelboote gegeneinander an. Die Sneekweek ist die größte Wassersportveranstaltung auf Binnengewässern in Europa und lockt jeden Sommer tausende Besucher an. Neben der Segelregatta wird mit einem Rahmenprogramm aus Kirmes, Trödel- und Büchermarkt sowie Konzerten auch wasserscheuen Besuchern einiges geboten. Eine weitere friesische Tradition ist das „Fierljeppen", der Stabweitsprung über Grachten und Wassergräben.

Elf-Städte-Tour: Die Tour der Touren
Sobald die Dicke des Eises es zulässt, organisiert die „Königliche Vereinigung der Friesischen Elf Städte" die berühmte Elf-Städte-Tour. Die Strecke führt auf knapp 200 Kilometern Länge über Natureis entlang von - wie der Name bereits sagt - elf friesischen Städten. Das erste Mal wurde die Eislauftour 1909 gefahren; seitdem fand sie 15 Mal statt. Leeuwarden, die Hauptstadt Frieslands, fungiert seit Beginn als Start und Ziel des Rennens. Da die Temperaturen selten lange tief genug sind, kann die Elf-Städte-Route alternativ auch mit dem Fahrrad, dem Boot, zu Fuß, auf Inlineskates oder gar mit dem Auto gefahren werden. Wer dennoch nicht auf Schlittschuhe verzichten möchte, kann in Heerenveen die Veranstaltungshalle besuchen: Dort werden viele internationale Eislaufwettkämpfe ausgetragen.

Infos: www.frieslanderleben.nl/wassersport , www.friesemeren.nl

Historische Schiffswerft in Workum

Historsiche Bootswerft in Workum: Dort werden Botter mit alten Werkzeugen gebaut. Die Museumswerft kann besichtigt werden.

Über Workum ins friesische Segelrevier

Workum: Über die Schleuse gelangt man vom Ijsselmeer ins Segelrevier Friesland: Es warten viele Kanäle und Binnenseen.

Die friesische Flagge - sieben Seerosenblätter

Die Flagge von Friesland. Sie gehört unter die Backbord-Saling.

Oft missdeutet: die Flagge von Friesland. Es sind keine Herzen, sondern sieben Seerosenblätter. Stolz flattert die friesische Flagge von den Kirchtürmen in Dörfern und Städten. Diese charakteristische Fahne besteht aus sieben schiefen weißen und blauen Bahnen mit sieben roten Seerosenblättern.

Die Seerosenblätter symbolisieren die sieben freien friesischen 'Seeländer' des Mittelalters. Dieses waren einst selbstständige Gebiete, die sich entlang der Küste, von Alkmaar bis hin zur Weser in Deutschland, erstreckten.

Die Flagge wurde im Jahre 1897 vom friesischen Provinzialausschuss genehmigt, und es dauerte noch bis 1927, bevor sie erstmals benutzt wurde. Erst im Jahr 1957 haben die Staten van Fryslân die Flagge der Königin zur Bestätigung angeboten. Jetzt ist sie nicht mehr wegzudenken, vor allen bei großen Eislaufveranstaltungen und den Spielen des SC Heerenveen. Und wer seinen Liegpelatz in Friesland hat, fährt sie unter der Backbord-Saling.

Harlingen - historische Hafenstadt am Wattenmeer

Die Fischerstadt Harlingen besitzt bis heute den bedeutendsten Hafen Frieslands. Von dort legen nicht nur die Fähren nach Vlieland und Terschelling ab, sondern auch zahlreiche Fischerboote. Direkt vor der Stadt liegt das Naturparadies Wattenmeer, das seit 2009 zu den Weltnaturerbestätten der UNESCO gehört.

Historisches Stadtbild

Das verwinkelte Stadtzentrum Harlingens ist wegen der malerischen alten Häuser mit Treppengiebeln, der Grachten und Häfen sehenswert. Die reformierte Kirche und das Rathaus stammen aus dem 18. Jahrhundert. Der Hafen ist bei Seglern sehr beliebt. In der Saison herrscht hier ein reger Betrieb an Traditions- und Plattbodenschiffen. Da sich der Hafen bis in die Innenstadt erstreckt, bietet dies alles auch einen malerischen Blick für die „Landratten“.

Harlingen - das Tor zum Wattenmeer

Harlingen: Ein Plattbodenschiff verlässt den Stadthafen. Von Harlingen aus lassen sich Insel wie Vlieland und Terschelling sowie die Schleuse Kornwerderzand ins Ijsselmeer schnell erreichen.

Übernachten im Hafenkran

In diesem ehemaligen Hafenkran in Harlingen kann man übernachten. Es ist das wohl ungewöhnlichste Hotel in Friesland und bietet einmalige Sonnenuntergänge.

Wer nicht mit dem Boot kommt, dem bieten sich in Harlingen ungewöhnliche Übernachtungsmöglichkeiten an: im alten Leuchtturm, in einem ehemaligen Seenotrettungsboot und sogar im Hafenkran: Der lässt sich noch drehen und bietet somit einen 360-Grad-Überblick über Stadt, Hafen und See.

Mehr bei Reisefernsehen.com unter der Rubrik "Übernachten mal anders".

Hindeloopen: Holland wie im Bilderbuch

Hindeloopen (Hylpen) am IJsselmeer, Plattbodenyacht hinter der Schleuse - by Yachtfernsehen.com

Idyllische Häfen, wie hier hinter der Schleuse am alten Stadthafen in Hindeloopen am Ijsselmeer, machen den Reiz der niederländischen Reviere aus.

Hindeloopen (Hylpen) gilt als Stadt der Kapitäne und des Eislaufens. Ein Kleinod am Ijsselmeer, das weltberühmt für seine typischen Malereien und Trachten ist. Man spricht in Hylpen einen Dialekt, den selbst die Friesen nicht verstehen können. Kleine Holzbrücken, charakteristische Fassaden und schmale Gassen, all das sind Merkmale für das malerische Städtchen Hindeloopen. Das Städtchen erinnert an die Blütezeit des "Goldenen Zeitalters" in Holland, als der Handel mit Ostindien florierte. In Hindeloopen wohnten die Kapitäne. Waren sie mal wieder auf See, zog die Familie ins kleinere Haus um: Einige von diesen Kapitänshäusern aus dem 17. und 18. Jahrhundert sind heute noch noch zu sehen. der aufblühende Wassersport küsste Hindeloopen, wie auch andere Städte an der ehemaligen Zuiderzee (heute Ijsselmeer), aus dem Dornröschenschlaf.

Häfen

In Hindeloopen gibt es den historischen Stadthafen, den Hylperhaven und den modernen Yachthafen. Im Gemeindehafen Hylperhaven, wo der Hafenmeister in Uniform das Liegegeld kassiert und eine echte Attraktion darstellt, hat die KNRM eine Station mit Museum. den besten Blick auf den Hylperhaven hat man von der überdachten leugenbank, der Lügenbank, aus: Dort sitzen die alten Friesen und kommentieren die Anlegemanöver und erzählen von alten Zeiten. Solche Lügenbänke gibt es in vielen Häfen, zum Beispiel auch in Workum vor der Schleuse.

Der Jachthafen Hindeloopen bietet jeden nur erdenklichen Komfort: Waschsalon, Restaurant, Schwimmbad mit Sauna, Squash-Halle, Tennisplätze, Fitnessraum, Wassersportfachgeschäft, Kran und Winterlager. Hafen-Infos: www.skipsmaritiem.nl

Sehenswertes

Ein Spaziergang durch das kleine, von Kanälen und Brücken durchzogene Städtchen dauert wegen der Fotostopss meist sehr, sehr lange. In Hindeloopen sieht man heute immer noch Kapitänshäuschen mit kleinen an der Fassade hängenden Ankern. Früher war dies ein Zeichen dafür, dass die Kapitäne zuhause waren. Solange sie damals jedoch auf See waren, wohnten die Frauen mit den Kindern in einem kleineren Häuschen hinten im Garten.

Wer durch den Hafen schlendert, muss einfach eine kleine Pause bei der etwas höher gelegenen hellblauen Holzhütte machen und einen Blick hinein werfen. Es ist das alte Gebäude der KNRM (vergleichbar mit dem DLRG in Deutschland). Natürlich gibt es noch mehr zu bewundern, wie beispielsweise das Hidde Nijland Museum. Hier erfahren Sie alles Wissenswerte über die Geschichte Hindeloopens. Im Schlittschuhlaufmuseum können Sie die größte Schlittschuhsammlung bewundern.

Außerdem gibt es hier noch urige Plätze wie die Schmiede, die Lackiererei und eine Holzwerkstatt. Hindeloopen mit seinem Jachthafen und seinem Strand sowie dem klassischem Pavillon auf dem Deich ist beliebt bei Touristen aus In- und Ausland.

Erleben

Während die meisten friesischen Städte einen Shantychor haben, der nur aus Männern besteht, hat Hindeloopen einen reinen Frauenchor. Der bekannte Marktweiberchor „Grietje Sprot“ tritt jedes Mal in Arbeitskleidung aus den 20er Jahren auf und singt friesische Lieder über das harte, aber auch bunte Leben der Fischer und ihrer Familien.



(c) by yachtfernsehen.com / Q-Visions Media Andrea Quass