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Machrace-Elite startet am Bodensee

Das 21. Match Race Germany startet vom 16. bis zum 21. Mai vor Langenargen am Bodensee. (c) Andy Heinrich/MRG

Das 21. Match Race Germany startet vom 16. bis zum 21. Mai vor Langenargen am Bodensee. (c) Andy Heinrich/MRG

Matchrace: Interview mit dem Organistaor

(c) Match Race Germany/Nico Martinez

Die Match Race Germany-Veranstalter Eberhard Magg (links) und Harald Thierer freuen sich auf die 21. Veranstaltung. Foto: Match Race Germany/Nico Martinez

Langenargen (SP) Mit dem 21. Match Race Germany setzen die Veranstalter vom 16. bis zum 21. Mai die große Tradition von Deutschlands ältester und bekanntester Publikumsregatta im Duellsegelsport fort. Das Segelfest wird über Pfingsten in Langenargen am Bodensee gefeiert. Organisiert und ausgerichtet wird der deutsche Grand Prix vom Team des Match Center Germany in Kooperation mit dem Yacht-Club Langenargen. Hauptmotoren der Großveranstaltung sind Event-Direktor Harald Thierer und Sport-Direktor Eberhard Magg. Im Interview spricht Match-Race-Germany-Gründer Eberhard Magg über Leidenschaft, Symbiose und einen großen Wunsch.

Herr Magg, was motiviert Sie seit 21 Jahren, Deutschlands größte Matchrace-Regatta zu organisieren?
Da gibt es drei Komponenten: Zum einen meine Passion für das Matchracing. Das Duellsegeln auf höchstem internationalen Niveau ist und bleibt der spannendste und attraktivste Zuschauersport. Dann ist das Match Race Germany auch geschäftlich unser Showcase. Als Match Center Germany können wir damit seit 21 Jahren demonstrieren, zu was wir imstande sind: Wir bieten eine gewachsene Großveranstaltung mit hochkarätigem Sport und Entertainment für das Publikum. Da geht es auch um die Synchronisation des Segelsports in die Unternehmen hinein, mit denen wir das Jahr über arbeiten. Drittens strahlt das Match Race Germany in die ganze Region und weit darüber hinaus. Die Veranstaltung ist eine faszinierende Bühne für den gesamten Wassersport, für den wir Menschen begeistern wollen. Davon profitiert die ganze Branche.

Sie sind der Sport-Direktor für das Match Race Germany. Welche Aufgaben haben Sie?
Mit unserem Team halte ich den Bereich der Wasser-Organisation zusammen. Es beginnt damit, die bestmögliche Teilnehmerflotte zusammenzubringen, mit den Skippern Kontakt zu halten. Der Mix muss passen. Die Qualität des Feldes ist wichtig. Ich halte den Kontakt zum Weltverband World Sailing, kümmere mich um Anträge, Schiedsrichter und natürlich die Bootsflotte, die ab zehn Tagen vor der Veranstaltung noch einmal gründlich bearbeitet wird. Sie muss in einem Top-Zustand sein. Die Gleichheit der Boote ist für den Duell-Charakter des Matchracings sehr wichtig. In Zusammenarbeit mit Michael Nöltge vom Yacht-Club Langenargen stellen wir die Flotte der Begleitboote zusammen, von denen wir für die Wettfahrtleitung, zum Transport der Segler und für die Journalisten und Fernsehteams eine kleine Armada brauchen. Während des Events ist die Wettfahrtleitung um Rudi Magg für die sportlichen Abläufe zuständig, wir koordinieren das Segelprogramm, kümmern uns mit dem Team um Ingo Kratzer und Bernd Jehle auch um Schäden, Ersatzteile und Reparaturen.

Wie groß ist das Team hinter dem Match Race Germany insgesamt?
Übers Jahr kümmern sich Event-Direktor Harald Thierer und ich regelmäßig um das Match Race Germany. Unser Team vom Match Center Germany kommt dann mit dem Näherrücken der Veranstaltung nach und nach immer intensiver dazu. Mit dem Flottenaufbau sind bis zu zehn Mann im Einsatz. Zum Ereignis selbst sind dann mit unseren Leuten und den Helfern vom Yacht-Club Langenargen mehr als 100 Leute aktiv. Es gibt 1001 Aufgaben, die vom Brötchenschmieren für die Segler über die Beflaggung des Langenargener Gondelhafens bis hin zur Betreuung unserer großartigen Partner reichen.

Event-Direktor Harald Thierer und Sie sind nicht nur seit zwei Jahrzehnten erfolgreiche Geschäftspartner sondern auch gute Freunde…
… wir ergänzen uns einfach perfekt. Wo ich schwach bin, ist er stark. Und umgekehrt. Er kümmert sich ums Programm, die Partner, die Gestaltung und vieles mehr, ich bin für die reibungslosen Abläufe auf der Sportseite verantwortlich. Es ist kein leichter Job, aber einer, der viel Freude macht. Normale Arbeitszeiten von 9 bis 17 Uhr kennen wir nicht. Doch wir schaffen es, auch im größten Stress noch kleine Auszeiten zu nehmen, zu reflektieren und beispielsweise beim Match Race Germany auch einmal spät abends mit unserem treuen Publikum und den Seglern bei einem der Konzerte zu feiern.
Was macht den Charme des Match Race Germany aus?
Die zentrale Botschaft ist sicher die Präsentation von toll anzusehendem und – im Gegensatz zu vielen anderen Sportarten – auch anfassbarem Hochleistungssport auf einer traumhaft schönen Bühne. Bei den öffentlichen Pressekonferenzen und im Hafen können die Zuschauer den Seglern ganz nah kommen. So etwas gibt es sonst am Bodensee nicht in dieser Kombination mit großem Unterhaltungsprogramm an Land und kulturellen Leckerbissen an den Abenden. Unsere Partner bieten inhaltlich wirklich interessante Präsentationen. Mit einem Kinderprogramm, Charity-Aktionen, Wassersport-Schnupperangeboten und den namhaften Bands ist das Angebot enorm vielseitig. Und das alles bei freiem Eintritt.

Im America’s Cup sind nach den Katamaranen der letzten Auflagen nun wieder Einrumpf-Yachten Trumpf. Die Match Race Super League, zu deren Top Acts das Match Race Germany zählt, wird ebenfalls auf Einrümpfern gesegelt. Was bedeutet das Cup-Comeback für die Super League?
Sicher frischen Wind und voraussichtlich auch die Rückkehr einiger Cup-Stars ins klassische Matchracing, für das wir stehen. Wir haben es in diesem Jahr schon erlebt: Mit Dean Barker hat einer der bekanntesten Cup-Steuerleute aus Neuseeland zu Jahresbeginn am Matchrace-Klassiker Congressional Cup teilgenommen, ist also zurück im Matchracing-Circuit. Diese Entwicklung der Rückkehr der Cup-Teams in die Match Race Super League wird sich ab 2019 voraussichtlich noch verstärken. Und das macht auch Sinn, denn die Super League bietet den Teams die Möglichkeit, ihre Matchrace-Qualitäten zu schärfen.
Wenn Sie zurückblicken aufs Match Race Germany – erinnern Sie sich spontan an einen unvergesslichen Höhepunkt?
Das war sicher die 1998er-Veranstaltung mit den Windmaschinen. Das hat es so nie zuvor gegeben. Und wird es wohl auch nie wieder geben. Es war ein Spektakel, das weltweit für Aufmerksamkeit gesorgt hat. Ich könnte aber von jeder Auflage außergewöhnliche Ereignisse und Begegnungen berichten. Ich habe schon überlegt, ob wir die vielen wunderbaren Anekdoten nicht einmal zusammentragen sollten... Sicher zählt auch die Weiterentwicklung auf dem Bootssektor zu unseren Errungenschaften: Wir haben auf 7-Meter-Booten angefangen, segeln heute auf 12-Meter-Yachten – den größten der internationalen Match Race Super League.

Hätten Sie einen Wunsch für das Match Race Germany 2018?
Ich würde mir einen neuen Zuschauer-Rekord wünschen! Wenn das Wetter mitspielt, kann das klappen!

Infos: Match Race Germany GmbH.



(c) by yachtfernsehen.com / Q-Visions Media Andrea Quass