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Beilken Sails

Die Beilken Sails GmbH hat das Segelmaterial Millenium Monolithic in Deutschland auf den Markt gebracht.

HOch am Wind: Eine Yacht mit dem Millenium Monolithic von Beilken Sails.

Beilken Sails unter neuem Kommando

Pechschwarz: das neue  Millenium Monolithic, das Beilken Sails erstmals in Deutschland anbietet.

Pechschwarz: das neue Millenium Monolithic, das Beilken Sails erstmals in Deutschland anbietet.

Bremen/München (SP) Back to the roots: Der Segelmacher und deutsche Dacron-Pionier Beilken Sails GmbH aus Bremen will mit neuen Skippern und einer Finanzspritze der Münchner Gesellschafterin wieder einen sportlichen Kurs fahren und sich fit machen für die Zukunft. Dafür sollen die beiden neuen Geschäftsführer Uwe Wenzel (62) und Lars Lensing-Hebben (39 sorgen. Jörg Müller-Arnecke (43), der das Unternehmen seit 2007 als geschäftsführender Gesellschafter begleitet hat, schiedet aus und wird nach Angaben von Beilken Sails GmbH und ihre Gesellschafterin, die TK Vermögensverwaltungs GmbH, München, Geschäftsführer und Gesellschafter des Schwesterunternehmens CANVAS Solutions. Dort werden Sonnenschutzsegel, sonstige maritime Ausrüstungen und Industrieverpackungen gefertigt.

Uwe Wenzel (62 Jahre), Bremer, ist überregional bekannter, erfolgreicher Regattasegler und der Fa. Beilken Sails schon in seinen ersten Berufsjahren als Mitarbeiter für einige Jahre verbunden. Uwe Wenzel ist Diplomingenieur, hat sich unter anderem mit Mastenbau beschäftigt, wie auch mit größeren Projektierungen, und ist für alle Design- und Materialfragen der Kunden künftig der Ansprechpartner. Er werde darüber hinaus die gesamte innerbetriebliche Führung übernehmen, jeißt es weiter.

Partner als Vertriebsleiter wird ab 01.01.2020 Lars Lensing-Hebben, der bisherige Regionalvertreter von Beilken Sails im Berliner Raum. Lars habe bisher erfolgreich die Fa. Tactix Yacht Solutions in Berlin geführt, die sich auch mit Riggs, Überholungsarbeiten und Race-Management beschäftigte. Und: "Unter Lars Lensing-Hebben soll Beilken Sails verstärkt wieder in die Sport- und Regatta-Segelei eintreten und sich in traditionellen und aktuellen Bootsklassen wieder den alten Namen zurückerobern und neue Bootsklassen mit Segeln beliefern. Daneben wird Beilken über Tactix Yacht Solutions künftig auch Projektierungen, Rigg-Neu- und Umbauten sowie Projektmanagement anbieten."

Weiter heißt es in einer Pressemitteilung: "Unterstützt wird die personelle Veränderung auch durch ein zusätzliches Finanz-Engagement der Beilken-Gesellschafterin TK Vermögensverwaltungs GmbH, deren Inhaber selbst auch ein erfahrener Regattasegler in mehreren Bootsklassen und langjähriger Kunde von Beilken ist."

Mit dem Führungswechsel werde sich Beilken Sails weiterhin und noch konsequenter im Premium-Segelbereich bewegen und Fahrtensegler, Jugendklassen und auch anspruchsvolle Regattasegler bedienen. Der Online-Vertrieb werde ausgebaut und es sei eine Erweiterung der bisherigen Dienstleistungspalette geplant. Weiter solle auch das Händlernetz in Deutschland und in den Revieren forciert werden, in denen vermehrt deutsche Segler anzutreffen seien.

Beilken Sails plane im Laufe des Jahres 2020 auch online und offline einen neuen Markenauftritt und werde voraussichtlich auf der Wasserspormesse „boot“ in Düsseldorf vertreten sein.

Traditions-Segelmacherei und -seilerei

Die Segelmacher von Beilken Sails sind 2015 von Lemweder wieder nach Bremen, dem alten Standort, zurück gezogen.

Beilken wurde 1919 von Friedrich Beilken in Bremen-Vegesack gegründet. Bei Wikipedia heißt es zur Geschichte der Segelmacherei Beilken:

"Anfangs wurden in Vegesack überwiegend gelohte Segel für die Torfkähne hergestellt. Das Handwerk des Segelmachers war damals eng mit dem des Seilers verbunden und daher wurden auch (Stütz-)Segel, Netze und Taue produziert.

Die Gründerenkel Hans und Berend Beilken übernahmen die Firma nach dem Zweiten Weltkrieg gemeinsam in dritter Generation. Sie führten viele technische Neuerungen im deutschen Segelsport ein und verlegten in den 60er Jahren den Firmensitz auf die andere Seite der Weser nach Lemwerder in Niedersachsen.

Auf Segelreisen an Bord der Germania-Yachten von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach in den USA und auf Törns nach Australien und Neuseeland lernte Hans Beilken viel von den bedeutenden Seglern Ted Hood, Lowell North beide USA und Chris Bouzaid (NZL).

Zu Beginn der 1960er Jahre kam das neue Kunststoffmaterial Dacron für Segel auf den Markt. Die Brüder Beilken setzten auf die neue Technologie und gewannen als bedeutenden Erstkunden die damals größte Segelyacht Deutschlands, die Germania VI von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach. Auf der Germania VI nutzte man das Großsegel 15 Jahre lang. Der Erfolg war durchschlagend und begründete eine Erfolgsserie in der Erstausrüstung großer (Mega-)Yachten mit Segeln.

Die erfolgreiche Teilnahme der Brüder an internationalen Regatten mit Segeln des Hauses Beilken festigte den Ruf der Segelmacherei und sorgte so für den wirtschaftlichen Durchbruch. Hans Beilken gewann die Eintonner-Weltmeisterschaft (One-Ton-Cup) zwei Mal. Der jüngere Berend Beilken gewann zweite Plätze bei der Eintonner-Weltmeisterschaft und drei Siege beim Admiral’s Cup, der seinerzeit als inoffizielle Weltmeisterschaft der Seesegler galt.

Die Segel aus dem Hause Beilken dominierten lange Zeit Deutschlands Offshore-Szene. Sie wurden auf den erfolgreichen Admiral’s Cup-Yachten und den Yachten des Whitbread Round the World Race (jetzt Volvo Ocean Race) eingesetzt.

1995 übernahm der Regattasegler Albert Schweizer die Segelmacherei Beilken, der selbst mehrfacher Deutscher Meister, Europa- und Weltmeister im Segeln ist.

2007 geriet das Unternehmen in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die zu einem erneuten Eigentümerwechsel führten. Seit Mitte 2007 heißt das Unternehmen Beilken Sails GmbH. Geschäftsführer ist seither der Bremer Regattasegler Jörg Müller-Arnecke. Sitz und Produktion wurden wieder nach Bremen verlegt und befinden sich heute in der Richard-Dunkel-Straße im Stadtteil Hohentor links der Weser.

Einem größeren Publikum bekannt ist die Beilken Sails GmbH durch die Ausrüstung des Segelschiffs Alexander von Humboldt mit seinen markanten grünen Segeln. Eine weitere Renn-Yacht mit Segeln von Beilken ist die Bank von Bremen. Auch Weltumsegler Wilfried Erdmann ist Kunde."



(c) by yachtfernsehen.com / Q-Visions Media Andrea Quass