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Neuer Kurs soll Bavaria aus der Flaute retten

Bavaria Cruiser 33 aus der Luft.

Bavaria Cruiser 33 aus der Luft.

Giebelstadt (SP) So wollen die neuen Eigner von Bavaria Yachtbau die Werft retten: unter anderem mit mehr preisgünstigen Modellen für Familien anstelle von Luxusbooten. Bei einer Pressekonferenz gaben die neuen Eigner ihren Kurs bekannt. Innerhalb der kommenden drei Jahre soll es auf zehn bis zwölf am Markt nachgefragte und leistungsstarke Modelle fokussiert werden. Für das nächste volle Geschäftsjahr (1.8.2019 bis 31.7.2020) ist eine schwarze Null geplant. Die wesentlichen Verbesserungen werden in zwei bis drei Jahren erwartet.

Hier die komplette Pressemitteilung von Bavaria Yachtbau, Giebelstadt, zum Neuanfang nach der Insolvenz:

Bavaria Yachtbau setzt auf 100 Prozent „Made in Giebelstadt“

Stärkung des Engineerings und der Serienfertigung Interdisziplinäre Teams werden in der Werft aufgebaut Hochlauf der Werft ab November 2018, Kurzarbeit endet Motoryacht BAVARIA R55 wird ab 2019 in Giebelstadt produziert Produktion der BAVARIA C50 überarbeitet, ab November im Band Komplexität verringern: künftig 10 bis 12 statt 26 Modelle

Die Weiterentwicklung von Bavaria nimmt klare Formen an: Künftig wird der für sein starkes Preis-Leistungsverhältnis weltweit geschätzte Yachtbauer seine Boote wieder zu einhundert Prozent in Deutschland fertigen. Unter dem Qualitätssiegel „Made in Giebelstadt“ werden sowohl die Segel- als auch die Motoryachten in Franken hergestellt und an die Kunden übergeben. Die bislang in Kroatien produzierte Motoryacht R55 wird im ersten Halbjahr 2019 erstmals am Stammsitz des Unternehmens in Handarbeit gebaut. Die Formen und Werkzeuge werden zu diesem Zweck gerade von Kroatien nach Deutschland gebracht und in Giebelstadt installiert.

Entwicklung und Bau künftig vorrangig in eigener Regie

„Wir wollen, dass unsere hervorragend ausgebildeten und engagierten Mitarbeiter vorrangig alle Yachten in eigener Regie entwickeln und bauen. Die Belegschaft identifiziert sich sehr mit Bavaria Yachtbau, sie ist der Kern unseres Unternehmens“, erklärt Geschäftsführer Erik Appel, seit Dezember 2017 Chief Operating Officer von Bavaria Yachtbau. „Deshalb wollen wir das Stammpersonal weiter aufbauen und gleichzeitig das Verhältnis der Leiharbeitnehmer verringern. Das hilft erheblich, Produktionskosten zu senken. Um die Leistungsfähigkeit der Werft zu erhöhen, werden wir das eigene Engineering, also die technische Entwicklung von Yachten, wieder bei Bavaria Yachtbau konzentrieren, interdisziplinäre Teams sind bereits gebildet. So werden wir die Übergabe neu entwickelter Modelle vom Engineering in die Produktion besser organisieren und Kosten senken. Das Engineering und der Möbelbau werden als Kernkompetenzen im eigenen Haus fortgeführt.“

Die Serienfertigung, für die Bavaria Yachtbau steht, wird zu neuer Stärke geführt. Dazu ist es notwendig, die in den vergangenen Jahren geschaffene Komplexität, deutlich zu verringern. Das heutige Portfolio umfasst 26 Modelle – innerhalb der kommenden drei Jahre soll es auf 10 bis 12 am Markt nachgefragte und leistungsstarke Modelle fokussiert werden. „Unsere Modellpalette wird attraktiver und gleichzeitig qualitativ hoch verlässlich sein bei gleich großem Portfolio“, ergänzt Erik Appel.

BAVARIA C50 erfolgreich überarbeitet, große und kleine Schwester folgen

Die Arbeiten dafür haben bereits begonnen, die Produktion wurde in wichtigen Punkten verändert: Die 2018 vorgestellte, aber nicht erfolgreiche BAVARIA C65 wird nicht mehr gebaut, die E-Linie (Elektroantrieb und Hybrid-Yachten) wurde eingestellt. Die Segelyacht C50 wurde aus der Serienproduktion herausgenommen und als Prototyp technisch überarbeitet.

Nach erfolgreichem Re-Engineering wird die C50 ab November 2018 wieder in die Serienproduktion gehen. Die Erkenntnisse daraus werden nun auf das Flaggschiff BAVARIA C57 und die kleine Schwester BAVARIA C45 übertragen. Der neue COO hat die Machbarkeit des größten Segelschiffs für das Werk Giebelstadt sichergestellt. Inzwischen ist die C57 im Band, parallel werden die Erkenntnisse aus der C50 in die laufende Produktion der C57 umgesetzt.

Moderate Neuentwicklungen sind ab dem Jahr 2019 geplant. Zwei bis drei neue Vorstellungen pro Jahr sind für eine Werft machbar. Schnelle Fertigung, zuverlässige Qualität, viel Platz bei sportlicher Leistung und ein starkes Preis-Leistungsverhältnis sollen Bavaria Yachtbau künftig wieder auszeichnen.

„Zu einer erfolgreichen Serienfertigung gehören im Yachtbau viel Handarbeit, Liebe zum Detail und der Wille zur Gestaltung. Dafür stand Bavaria immer, das soll auch in Zukunft wieder so sein. Wir können hier gemeinsam viel gestalten und Neuerungen schnell umsetzen“, so der Innovations-Ingenieur und gebürtige Franke Appel.

CMP: Closing ist erfolgt – Sicherheit für Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten

Kai Brandes, Geschäftsführender Gesellschafter von CMP Capital Management-Partners aus Berlin, die den investierenden Eigenkapitalfonds vertreten und beraten, führt aus: „Wir freuen uns über den erfolgreichen Abschluss der Transaktion: Der Kaufvertrag ist unterzeichnet, die Freigabe des Bundeskartellamts liegt vor und das Closing, also die Erfüllung aller vertraglichen Bedingungen, hat gerade stattgefunden. Das bedeutet Sicherheit für die Mitarbeiter, für die Kunden und Händler sowie für die Lieferanten.“

CMP Capital Management-Partners ist seit 2000 Investor im deutschsprachigen Mittelstand. „Als aktiver Investor verfolgen wir eine operativ und unternehmerisch geprägte Investitionsphilosophie. Dabei konzentrieren wir uns auf Unternehmen, die über einen gesunden operativen Kern verfügen, sich jedoch in einer Situation notwendiger Veränderung befinden“, sagt Kai Brandes, der zugleich Vorsitzender des Beirats der Bavaria Yachtbau Holding GmbH ist. „Wir glauben an das Entwicklungspotenzial von Bavaria und sind beeindruckt von den loyalen Mitarbeitern, Händlern und Kunden. Ein gutes Investment für einen guten Preis.“

Betriebsrat setzt auf engere Verzahnung von Verkauf und Produktion

Der Betriebsratsvorsitzende von Bavaria Yachtbau, Christian Hartmann, ist erleichtert: „Der Kaufvertrag ist jetzt unter Dach und Fach, alle 800 Arbeitsplätze in Giebelstadt und in Frankreich konnten gesichert werden. Dass CMP sich stark für den Kauf des Unternehmens engagiert hat, sehen wir als gutes Signal an.“ Für die Zukunft setzt Hartmann auf eine engere Verzahnung von Verkauf und Produktion: „Wir verstehen die Produktion und den Verkauf als Eckpfeiler, die das Unternehmen gemeinsam tragen. Optimale Planung in der Konstruktion, ein fortlaufender Produktionsprozess sowie ein Verkauf, der die Kundenbedürfnisse mit der Produktion synchronisiert, sollen Bavaria Yachtbau künftig auszeichnen. Wir als Belegschaft wünschen uns gleichzeitig eine engere Einbindung in die Weiterentwicklung von Produktion und Vertrieb. Die Menschen, die jeden Tag an den Yachten arbeiten, sind enorm wichtig für die Verbesserung bestehender Abläufe und Methoden.“

Dr. Tobias Brinkmann: „Vor Bavaria liegt eine große Chance“

Besonderer Dank seitens Bavaria Yachtbau und CMP gilt Dr. Tobias Brinkmann von der bundesweit tätigen Kanzlei Brinkmann & Partner. Dr. Brinkmann trat zum Zeitpunkt der Eigenverwaltung im April 2018 in die Geschäftsführung ein, um die Fortführung zu gewährleisten und den Verkaufsprozess zu leiten. Mit erfolgtem Closing zieht sich der erfahrene Jurist planmäßig zurück. Er führte Bavaria Yachtbau sicher durch diese besonders schwierige unternehmerische Phase. Sein Resümee lautet: „Es ist uns gelungen, eine zukunftsträchtige Lösung für Bavaria sicherzustellen. CMP ist ein Käufer, der spezialisiert ist auf Restrukturierung von deutschen mittelständischen Betrieben. Das ist genau das, was Bavaria Yachtbau jetzt braucht. Deswegen ist es ein guter neuer Eigentümer. Dass wir hier gemeinsam 220 Schiffe unter schwierigen Bedingungen im Insolvenzverfahren gebaut haben und dass uns die Belegschaft über diese lange Zeit die Treue gehalten hat, bezeichnet zwei gute Eigenschaften der Werft. Bavaria ist eine starke Marke! Dass CMP dieses erkannt hat und in Bavaria investiert, ist eine große Chance für das Unternehmen.“

Dr. Ralph Kudla als Chief Restructuring Officer neu in der Geschäftsführung

Dr. Ralph Kudla, Partner bei CMP, ist seit einer Woche auch Geschäftsführer von Bavaria Yachtbau und folgt damit auf Dr. Tobias Brinkmann. Seine Aufgabe als Chief Restructuring Officer (CRO) sowie Verantwortlichkeit für Personal, Recht, Einkauf und die Beteiligung Bavaria Catamarans in Frankreich skizziert er so: „Um nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit wiederzuerlangen, braucht es ein Höchstmaß an Erfahrung in Veränderungsprozessen und Konsequenz im operativen Handeln. Für die Realisierung der Maßnahmen zur Neuausrichtung des Unternehmens stellt CMP über die von ihr beratenen Fonds daher nicht nur finanzielle Mittel bereit, sondern unterstützt bei Bedarf das Management vor Ort. Stabilisierung, Weiterentwicklung und Rückkehr auf den Wachstumspfad sind Kernthemen der Restrukturierung. Darüber hinaus gilt es, die zukünftige Modellpalette festzulegen. Das stellt die größte Herausforderung dar, und wir werden uns hierfür sicher ein gutes halbes Jahr Zeit nehmen, um erste Entscheidungen zu treffen und Impulse zu setzen.“

Die französische Beteiligung „Bavaria Catamarans“ wird künftig wieder unter ihrem bewährten Markennamen „Nautitech“ auftreten und vermarktet. Dr. Ralph Kudla weiß: „Bavaria steht für Yachten, Nautitech für Katamarane. Es ist uns wichtig, dass beide Unternehmen ihre jeweilige Identität in Zukunft noch stärker herausstellen können. Fachlich werden beide eng zusammenarbeiten und die Partnerschaft zwischen Deutschland und Frankreich lebendig ausbauen.“

Ausblick: „schwarze Null“ für Geschäftsjahr 2019/2020 geplant

Im ersten, verkürzten Geschäftsjahr und auf Grund des Anlaufs der Produktion wird Bavaria einen Verlust realisieren, den CMP als Investor tragen wird. Des Weiteren braucht es im Bootsbau verhältnismäßig lange um Effizienzsteigerungen zu realisieren. Einiges geht schneller und wurde auch schon angegangen, anderes benötigt mehr Zeit, da man in die Struktur der Boote eingreift. Für das nächste volle Geschäftsjahr (1.8.2019 bis 31.7.2020) ist eine schwarze Null geplant. Die wesentlichen Verbesserungen werden in zwei bis drei Jahren erwartet.

Dr. Ralph Kudla blickt voraus: „Wir wollen verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen: Versprechen und Liefertermine von Bavaria wollen wir einhalten, die Qualität soll wieder besser werden. Und wir wollen unsere Händler enger in die Strategie- und Produktentwicklung einbeziehen. Hierzu wird unter anderem ein Händler-Beirat eingeführt. So werden wir Kunden-Feedback hören, aufgreifen und möglichst schnell in Verbesserungen am Produkt umsetzen.“

Bavaria gibt Rechte an C65 zurück an YTP

Bavaria Yachtbau trennt sich von der Bavaria C65: Sie wird aber als Lightwave C65 von  der YTP-Werft in Split (Kroatien) weiter gebaut. Von der Bavaria C65 wurden seit der Vorstellung auf der boot 2018 bisher nur zwei gebaut und ausgeliefert. (c) YTP

Bavaria Yachtbau trennt sich von der Bavaria C65: Sie wird aber als Lightwave C65 von der YTP-Werft in Split (Kroatien) weiter gebaut. Von der Bavaria C65 wurden seit der Vorstellung auf der boot 2018 bisher nur zwei gebaut und ausgeliefert.

Giebelstadt/Split (SP) Als Teil des Deals zur Rettung der färänkischen Bavaria-Werft kann Yachting Technology Products (YTP) mit Sitz in Split (Kroatien) das bisherige Bavaria-Flaggschiff, die C65, weiter bauen und direkt verkaufen. Man habe alle Rechte erworben, so YTP. Auch exklusive Bavaria-Dealer könnten das Boot anbieten. Wie YTP-CEO Geoff Mayhill weiter mitteilte, befinde sich die Nummer 3 der C65 als Lightwave-Version derzeit (Spetember 2018) im Bau. Die zweite Lightwave C65 sei in Zusammenarbeit mit Yachten Meltl und etlichen Design-Änderungen fertiggestellt und ausgeliefert worden.

Bavaria Yachtbau wieder unter Segeln

Eine Bavaria Vision 46 unter Segeln. Für die Werft, die im Frühjahr2018 in Seenot geriet, hat sich im Septembe ein Investor gefunden.

Berater: Alle 800 Arbeitsplätze gerettet

Die Bavaria C57 mit Garage fürs Beiboot wurde auf der boot 2017 in Düsseldorf vorgestellt.

Die Bavaria C57 mit Garage fürs Beiboot wurde auf der boot 2017 in Düsseldorf vorgestellt.

Giebelstadt/Frankfurt am Main (SP) Das Wirtschaftsberatungsunternehmen Noerr hat nach eigenen Angaben die Hauptgläubiger und ehemaligen Alleingesellschafter der Bavaria Yachtbau GmbH beim Verkauf des Geschäftsbetriebes aus einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beraten. Wörtlich heißt es in Pressemitteilung vom 19. September 2018: "Ein von CMP Capital Management-Partners beratener Eigenkapitalfonds wird das Unternehmen im Wege der übertragenden Sanierung fortführen. Die u.a. von Noerr-Partner Dr. Thomas Hoffmann beratenen Investoren hatten die Eigenverwaltung vorbereitet und den Verkauf als besicherte Gläubiger aktiv begleitet."

CMP erwerbe im Zuge der Transaktion auch sämtliche Anteile der französischen Tochtergesellschaft Bavaria Catamarans SAS. Alle 800 Arbeitsplätze bei Bavaria Yachts und bei Bavaria Catamarans würden übernommen. Dem Kauf hätten Gläubigerausschuss sowie der Sachwalter der Bavaria Yachtbau GmbH, Dr. Hubert Ampferl, zugestimmt. Die Freigabe durch das Bundeskartellamt stehe noch aus.

Die 1978 in Giebelstadt (Bayern) gegründete Bavaria Yachtbau GmbH sei eines der größten Yachtbauunternehmen Europas. Im April hatte Bavaria Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt. Dr. Tobias Brinkmann von der Kanzlei Brinkmann & Partner wurde im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens als Sanierungsexperte in die Geschäftsführung berufen.

Der Kaufpreis für Bavaria wird nicht genannt

Motoreinbau bei Bavaria Yachtbau in Giebelstadt. (c) Bavaria Yachtbau GmbH

Motoreinbau bei Bavaria Yachtbau in Giebelstadt

Giebelstadt/Rochefort (SP) Die Zukunft der Bavaria Yachtbau GmbH (Giebelstadt) ist nach Unternehmensangaben gesichert: Wie Bavaria Yachtbau heute (Samstag, 15. September 2018) mitteilte, werde ein
von der der deutschen Beteiligungsgesellschaft CMP Capital Management-Partners GmbH beratener Fonds die Bavaria Yachtbau übernehmen. In Giebelstadt werden Segel- und Motoryachten hergestellt. Die Tochtergesellschaft Bavaria Catamarans wird ebenfalls erworben. Alle 800 in Giebelstadt / Deutschland und in Rochefort / Frankreich tätigen Mitarbeiter würden übernommen, heißt es weiter. Damit ist der Konkurs, der im besten Fall die Zerschlagung bedeutet hätte, in letzter Minute abgewendet worden.

Weiter heißt es in der Pressemeitteilung: Ein von der in Berlin ansässigen CMP Capital Management-Partners beratener Eigenkapitalfonds wird Bavaria Yachtbau im Wege der übertragenden Sanierung fortführen und auch sämtliche Anteile an der französischen Tochtergesellschaft Bavaria Catamarans SAS erwerben. Alle 550 Mitarbeiter von Bavaria Yachtbau in Giebelstadt und alle 250 Mitarbeiter von Bavaria Catamarans in Rochefort werden übernommen. Ein entsprechender Kaufvertrag wurde zwischen der Eigenverwaltung der Bavaria Yachtbau GmbH und CMP geschlossen sowie notariell beurkundet. Der Gläubigerausschuss hat seine Zustimmung ebenso erteilt wie der Sachwalter der Bavaria Yachtbau GmbH, Dr. Hubert Ampferl. Der Kauf soll nach der Freigabe durch das Bundeskartellamt – die in wenigen Wochen erwartet wird – vollzogen werden. Über die Höhe des Kaufpreises wurde Stillschweigen vereinbart.

CMP Capital Management-Partners ist eine deutsche Beteiligungsgesellschaft, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 2000 auf die Übernahme von Unternehmen in Turnaround- und Umbruchsituationen in Deutschland, Österreich und der Schweiz spezialisiert hat. Die Fonds der CMP Gruppe werden von CMP Capital Management-Partner GmbH, mit Sitz in Berlin beraten.Mit Beteiligung am Unternehmen übernehmen Mitarbeiter der CMP operative Managementverantwortung vor Ort. Im Falle von Bavaria wird der Restrukturierungsexperte und Partner der CMP, Dr. Ralph Kudla, die Geschäftsführung ergänzen.

Kai Brandes, Geschäftsführer von CMP Capital Management-Partners erklärt: „Wir sind von den weltweiten Marktpotenzialen der Bavaria überzeugt und werden das Unternehmen nachhaltig weiterentwickeln. Im Zentrum der Restrukturierungsmaßnahmen werden die Rückgewinnung von Marktanteilen sowie die Verbesserung der Produktionskosten stehen.“ Sanierungsexperte Dr. Tobias Brinkmann, seit Anordnung des vorläufigen Insolvenzverfahrens im April 2018 Geschäftsführer von Bavaria Yachtbau, erklärt: „Bavaria ist ein herausragendes Unternehmen mit einer starken Marke, überzeugenden Produkten und engagierten Mitarbeitern. Wir freuen uns, mit CMP einen renommierten und erfahrenen Käufer gefunden zu haben, der das Unternehmen in die Zukunft führen wird. Als Geschäftsleitung möchten wir uns bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Yacht-Händlern, unseren Kunden und Lieferanten bedanken. Sie alle haben Bavaria Yachtbau im Verlauf des Insolvenzverfahrens unterstützt. Dass
Bavaria vom Tag der Antragstellung bis heute, also in weniger als fünf Monaten, 220 Yachten bauen und ausliefern konnte, zeigt, wie sehr auf die Belegschaft Verlass ist.“

Die Hanse-Gruppe hatte nach eigenem Bekunden eine Übernahme abgelehnt, es passe nicht ins Konzept. Auch die gesunde französische Tochter Bavaria Catamarans stand zum Verkauf. Die vor 40 Jahren gegründete fränkische Yacht-Werft, die einst den Bootsbau durch Fließbandfertigung revolutioniert hat, hatte im April nach Zahlungsschwierigkeiten Insolvenz angemeldet. Nachdem in den drei Monaten danach die Agentur für Arbeit die Gehälter der rund 600 Angestellten gezahlt hat, komme das Geld nun wieder vom Unternehmen selbst, hieß es.



(c) by yachtfernsehen.com / Q-Visions Media Andrea Quass